Lineares Fernsehen bleibt bei Zuschauern nach wie vor relevant
3. April 2025 (jh)
Der Konsum von Bewegtbildinhalten ist heute vielfältiger denn je. Parallel dazu hat sich die Bandbreite an verfügbaren Endgeräten erweitert und das Nutzungsverhalten variiert je nach Region erheblich. In den letzten Jahren hat sich zudem ein deutliches Spannungsfeld zwischen linearen und digitalen, On-Demand-Inhalten entwickelt. Die vierte Ausgabe der jährlichen Studie “The New Life of the Living Room” der RTL Ad Alliance bietet tiefgehende Einblicke in die sich wandelnde Nutzung von Connected TV (CTV) in 14 europäischen Märkten sowie den USA. Die Ergebnisse zeigen: Trotz des digitalen Wandels bleibt das lineare Fernsehen für die Mehrheit der CTV-Nutzer:innen weiterhin relevant.
Die quantitative Analyse basiert auf einer im Februar 2025 durchgeführten Befragung von über 12.500 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 64 Jahren. Untersucht wurden sowohl etablierte Märkte wie Deutschland, Frankreich und Spanien als auch erstmals Polen, die Schweiz und Österreich.
Lineares Fernsehen bleibt relevant
Die Studie zeigt, dass lineares Fernsehen weiterhin eine bevorzugte und vertrauenswürdige Quelle für Inhalte ist. 51 Prozent der Probanden und Probandinnen starten ihre TV-Nutzung mit linearen Sendern, weitere acht Prozent greifen zuerst auf Broadcast-Video-on-Demand (BVOD) zu. Besondere Relevanz haben TV-Sender für Nachrichten (59 Prozent), Sport (44 Prozent) und Unterhaltung (44 Prozent). Bei Filmen und Serien dominiert hingegen Subscription-Based Video-on-Demand (SVOD) mit 63 Prozent.
Plattformwechsel ist Normalität
CTV-User wechseln laut Studie zunehmend flexibel zwischen verschiedenen Plattformen. 45 Prozent der Befragten nutzen täglich lineares Fernsehen, während 36 Prozent SVOD bevorzugen. Youtube und BVOD verzeichneten hierbei ein deutliches Wachstum im täglichen Konsum. In den USA ist die Affinität zu digitalen Inhalten ausgeprägter: Während in Europa lineares Fernsehen noch dominierend ist, schauen hier rund 50 Prozent täglich SVOD. Je nach Altersklasse kann sich dies allerdings stark unterscheiden.
“Beim Fernsehen und Videokonsum steht der Smart-TV im Mittelpunkt, da Zuschauer TV eher über das Gerät, die Qualität und Langformat-Inhalte definieren als über die Übertragungsmethode”, kommentiert Stéphane Coruble, CEO der RTL Ad Alliance, die Ergebnisse. “Dennoch wächst das Vertrauen in traditionelle Medien in ganz Europa weiter, was den anhaltenden Wert der Inhalte von europäischen TV-Sendern unterstreicht.”
Werbung: Akzeptanz im TV höher als auf Social Media
Die Studie zeigt zudem Unterschiede in der Werbewahrnehmung auf. Werbung wird auf traditionellen Kanälen wie dem linearen Fernsehen als weniger aufdringlich empfunden als auf Social-Media-Plattformen. Zudem geben 32 Prozent der Befragten an, ihre Zeit auf Plattformen wie Youtube teilweise als verschwendet zu empfinden.
Takeaways
- Laut der Studie von RTL bleibt lineares Fernsehen in Europa weiterhin relevant.
- CTV-User wechseln hierbei zunehmend flexibel zwischen verschiedenen Plattformen.
- Die Werbung im TV wird weniger aufdringlich empfunden als in Social Media.
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