
Nach Angaben des ECC Handel bevorzugen derzeit rund 43 Prozent der Verbraucher den Kauf via Mausklick vor dem stationären Handel. Diese Entwicklung soll in den nach Jahren noch weiter voranschreiten und dem Online-Handel zu zweistelligem Wachstum verhelfen. Vor allem neue Technologien begünstigen den Aufstieg, der das Konsumverhalten verändert. Nun hat eine Umfrage des Fintech-Unternehmens Slim Pay ergeben, dass für Nutzer unter allen Zahlungsmodellen insbesondere Abo großes Interesse weckt.
Händler und Serviceanbieter müssen ihre Strukturen und Prozesse neu überdenken, um langfristig am Markt eine Rolle zu spielen. Denn bis 2020 werden nach Aussage des Forschungsinstituts Forrester Research 42 Prozent aller In-Store-Einkäufe durch das Internet beeinflusst. Unter dem Dachthema „Europeans and the subscription model viewed from a payment perspective“ wurden in Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien, Spanien, England und den Niederlanden mehr als rund 4.800 Verbraucher zu ihrer Meinung, Einschätzung und eigenen Erfahrung mit Zahlungsmodellen, insbesondere auf Abo-Basis befragt. Der Tenor ist trotz großer regionaler Unterschiede eindeutig: Bereits 38 Prozent der Befragten, die bisher noch nicht Lastschrift für ihren Onlinekauf genutzt haben ( circa 40 Prozent aller Befragten), sind bereit, dies zukünftig nutzen.
Sharing Economy als Schlüsseltreiber für Abo-Zahlungen
Die Sharing Economy hat es vom reinen Trend nun in den Mainstream geschafft. Kaufentscheidungen werden durch Alternativen, wie Streaming, on-demand, collaborative oder as-a-Service ersetzt, welche das Wachstum von wiederkehrenden Zahlungen per Abonnements vorantreiben. Ob moderne Service-Angebote wie Medien (TV, Video, Bücher, Software etc.), traditionelle Dienste wie öffentlicher Stadtverkehr, Versorger, Autovermietung, Einzelhandel oder Telekommunikation: Abonnement-basierte Modelle verbreiten sich mittlerweile über nahezu alle Branchen, egal ob es sich um monatliche Pauschalbeträge oder "pay-per-use"-Modelle handelt. Vor allem deutsche Verbraucher schätzen die bequeme und einfache Bezahlung (32 Prozent) und nutzen digitale Lastschriften, um verspätete Zahlungen und Mahngebühren zu vermeiden (29 Prozent). Doch auch aus der Sicht der Händler lassen sich Payment-Abos für eine nachhaltige Kundenbindung nutzen. Denn anstatt eines einmaligen kommerziellen Touch Points lässt mit einer längeren Beziehung zum Kunden, dessen „Kundenwert“ erheblich optimieren.
Deutsche Verbraucher öffnen sich verstärkt dem E-Payment
Laut Umfrage von SlimPay nutzen momentan circa 85 Prozent der Verbraucher in Europa Abo-Services. Zwischen drei und zehn Mal lässt die Hälfte der Befragten regelmäßig monatlich abbuchen. Spitzenreiter hier sind vor allem französische und spanische Verbraucher. Mit durchschnittlich fünf bis sechs Abonnements pro Kopf sind wiederkehrende Lastschriften sehr verbreitet. Ganz anders in Deutschland und Italien: 25 Prozent der italienischen Verbraucher und sogar 32 Prozent der deutschen Kunden geben an, keine regelmäßigen Abbuchungen auf ihrem Konto zu haben. Zwar nutzen rund 46 Prozent der deutschen Befragten Abonnements, aber das Potential birgt definitiv noch viel Luft nach oben. Denn über 25 Prozent der Kunden sind bereit, Online-Payment-Angebot in der nächsten Zukunft aktiv zu nutzen und dafür auch ihre Bankverbindungsdaten zu hinterlegen.
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